sechzig Minuten

die Autos haben es gemütlich

 

Von unseren sechzig Minuten gehen zehn Minuten ab für eine Konzentrationsaufgabe. Eine stille Übereinkunft zwischen uns beiden und seiner Mutter. Ein kleines Zugeständnis. Und dann haben wir noch fünfzig. Fünfzig heilige Minuten.
Jetzt kann es endlich losgehen. Jetzt gehen wir zusammen auf Reisen. Verrückte Reisen.

Früher hat es viel länger gedauert, bis wir alles Nötige dafür zusammen hatten: eine Kugelbahn? Nein. Eine Rennstrecke. Tiere? Ja – unbedingt Tiere. Und die beiden Müllabfuhren. Der Polizeihelm? Ja – Nein. Nein. Ach. Doch.

Heute brauchen wir dafür höchstens fünf Minuten. Diesmal alle Disney- cars. Die kleinen Autos mit Gesicht. Nein, drei bleiben oben auf dem Regal.
Es gibt Unsicherheiten und Machtspielchen unter den cars. Einer wird dabei ganz nervös und rast die ganze Zeit Schleifen, kann nicht anders.

Er baut den cars ein Haus. Erst ein Sofa, dann ein Tisch, dann gibt es auch eine Küche und etwas zu essen. Es dauert lange, bis alles aufgebaut ist und alle cars ihren Platz gefunden haben. Einer liegt in der Badewanne, vier lümmeln sich vor dem Fernseher. Der Raser hat endlich Ruhe gefunden, er darf mit unter der Decke im Bett liegen.

Der kurze Blickwechsel zwischen uns beiden wäre gar nicht nötig gewesen. Wir haben es auch so sofort gespürt. Dieses Glück. plötzlich.

 

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